Elbersberg

mit den Ortsteilen Altenhof, Geusmanns, Mittelmühle, Schüttersmühle, Wannberg und Weidenhüll bei Elbersberg

 

Elbersberg

  • 438 Einwohner

  • ehem. selbständige Gemeinde

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 5 Kilometer

Elbersberg ist eines der größten nach Pottenstein eingemeindeten Dörfer. Auf ein beträchtliches Alter des Ortes deutet der mit dem Personennamen "Albuin, Elbewin" zusammengesetzter Ortsname (Elbersberg = Berg des Albuin), der auf einen Albuin als Gründer oder Besitzer hinweist. Erstmals genannt wird Elbersberg 1109 unter den Ausstattungsgütern des Benediktinerklosters Weißenohe, in einer um 1150 gefälschten Urkunde, der ein echtes Original zugrunde liegt. 1327 verkaufte der Abt von Weißenohe dann einen Hof zu Elbersberg an den Leuchtenberger Landgrafen Ulrich "zu freien Eigen". Aber nicht nur Weißenohe und die Leuchtenberger waren in Elbersberg begütert. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts verpfändete der Bischof von Bamberg u.a. das damals zur Burg Gößweinstein gehörige Elbersberg an Ebehard I. von Schlüsselberg. Dessen Nachkomme vermachte seinem Hauskloster Schlüsselau die Elbersberger Besitzungen, welche die Äbtissin des Klosters 1358 gegen Seuslingen eintauschte. Damit war Elberberg wieder im Bamberger Besitz und wurde dem Amt Pottenstein eingegliedert. 1959 wird eine Pfarrei in Elbersberg urkundlich erwähnt. Die setzt die Existenz einer Kirche vorraus, die auch für 1308 zu belegen ist. 1430 wurde die "Burg" Elbersberg (wahrscheinlich die Kirche, eine Burg ist nicht nachweisbar) bis auf den Turm von den Husitten zerstört. Anfang des 19. Jahrhunderts war an diesem alten Turm noch die Jahreszahl 1292 zu lesen. Um 1830 waren Kirche und Turm so ruinös, dass man sich zum Bau eines neuen Gotteshauses entschloß. Wie der Hussitensturm gingen auch die Wirren des Reformationszeitalters nicht an Elberberg vorüber. 1552 wurde der katholische Pfarrer vertrieben und die Pfarrei evangelisch besetzt, 1557 aber waren Pfarrei und Ort wieder katholisch. 1586 stahl eine Bande von Dieben aus der Elbersberger Kirche einen Kelch, Altartücher und Kerzen. In den Kriegen des 17./18. Jahrhunderts waren in Elberberg immer wieder Truppen einquartiert.Trotzdem war Elbersberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine verhältnismäßig große Ansiedlung. 1801 bestand der Ort aus 25 Häusern und besaß einen Pfarrhof, ein Schulhaus, Gemeindehirtenhaus und ein Wirtshaus. 1829 lebten in Elbersberg immerhin schon 215 Menschen.

Aus touristischer Sicht besticht Elberberg heute durch seine Kapelle, die Kirche,  den Jakobsweg und die herrlichen Wandermöglichkeiten.

 

Altenhof   

  • keine Einwohner mehr - Jugendzeltplatz der Stadt Pottenstein -

  • ehem. Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 4 Kilometer

 

Vom Altenhof wird in einer Beschreibung des Hochstifts Bamberg von 1801 berichtet, dass er aus zwei Höfen, zwei mit Haus und Stadel bebauten Gütern und einer Mühle, der Mittelmühle bestehe. Ursprünglich befand sich hier wohl nur ein einziges Anwesen, da mit der Nachsilbe -hof zusammengesetzte, verhältnismäßig junge Ortsnamen nur einen einzelnen Hof bezeichneten. Der Altenhof tritt seit dem 15. Jahrhundert immer wieder in historischen Quellen auf, erstmals 1409. Im Jahr 1959 wurde der Altenhof an den Bayerischen Staat verkauft, der zwei Jahre später dort die bis dahin in der Mittelmühle untergebrachte Forstaufsicht einrichtete. Bis heute ist der Eigentümer der Freistaat Bayern, Staatsforsten.

Das Klumpertal mit Altenhof und Mittelmühle ist eines der schönsten Wandergebiete der fränkischen Schweiz. Der Altenhof wird als Jugendzeltplatz der Stadt Pottenstein genutzt. Voranmeldungen sind hier unbedingt erforderlich, da der Platz jedes Jahr sehr gut besucht ist.  

 

Geusmanns

  • 59 Einwohner

  • ehem. Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 6 Kilometer

 

Über die Geschichte des Ortes ist wenig bekannt, obwohl der Ortsname auf eine Entstehung um das Jahr 1000 hindeutet. Geusmanns bedeutet soviel wie "Gismars Hof". Erst für das 15./16. Jahrhundert hören wir, dass Geusmanns zur Fraisch Pottenstein gehörte und für das Jahr 1801 wird berichtet, dass Geussmanns aus 3 Häusern und 2 Stadeln besteht. Möglicherweise ist Geusmanns mit dem 1295 vom Bamberger Bischof Arnold an die Leuchtenberger Landgräfin Jutta verpfändeten "Judmars" identisch. Ein "Hof von Jusmar" gehörte auch 1348 zum Amt Tüchersfeld, war aber damals verödet. Vielleicht ist dies einer der Gründe dafür, dass von der Geschichte des Ortes nur so wenig Nachrichten vorliegen.

 

 Mittelmühle   

  • 4 Einwohner

  • früher Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 3,5 Kilometer

Die Mittelmühle verdankt ihren Namen wohl der Lage in der Mitte zwischen der Schüttersmühle und der Klumpermühle. 1520 wird sie im Zusammenhang mit dem Altenhof, als zu welchem sie gehörig 1801 genannt ist, erstmals erwähnt. Bis 1861 befand sich ein Forstaufsichtsposten des Waidacher Forstamts in der Mühle, der dann in den Altenhof verlegt wurde.

 

Schüttersmühle  

  • 17 Einwohner

  • früher Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 3 Kilometer

 

Schüttersmühle hat heute genauso viele Einwohner wie 1829. Der Ort wird 1520 das erste Mal genannt. Die Bedeutung des Namens ist unklar, er könnte auf einen früheren Besitzer oder den Erbauer der Mühle zurückgehen. Bereits 1520 existieren im Weihersbachtal die Mittelmühle "Altenhof et molam" und die Schüttersmühle "Schüchenmuel". 1901 wurde in der Schüttersmühle, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr als Mühle betrieben wird und heute einen Gasthof beherbergt, die Gründung des Fränkischen- Schweiz -Vereins vollzogen.

Den Gasthof Schüttersmühle gibt es heute noch und er ist bekannt für seine Fränkischen Spezialitäten und den „heißen Stein“. Zur Stärkung für Wanderer gibt es außerdem am "Eingang" zum Wanderparadies Klumpertal den Kiosk "Zum Klumpertal".

 

WannbergWannberg

  • 106 Einwohner

  • früher Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 5,5 Kilometer

Der Ortsname ist nicht ganz klar, jedoch könnte er mit dem Personennamen "Wano" in Verbindung gebracht werden. 1402 wird der Ort anläßlich der Verpfändung des Amtes Beheimstein, zu dem der Ort damals gehörte, an den Burggrafen Johann von Nürnberg erstmals genannt. Auch 1411 ist Wannberg noch unter den Eingehörungen des Markräflichen Amtes zu finden, während es ein Jahr später offensichtlich zu dem pfälzischen Amt Hollenberg gehörte. Um den Besitz des Dorfes gab es Streitigkeiten zwischen Bayreuth und der Pfalz. 1541 entschied Bischof Christoph von Augsburg, dass Wannberg dem pfälzischen Amt zuzuordnen sei. Den Zehnten in Wannberg besaß die Domschulstiftung in Bamberg. Dieser wurde 1712 und 1732 von pfälzischen Pfleger zu Turndorf beschlagnahmt, weil die Orte Vorderkleebach, Pullendorf und andere bei Truppendurchzügen vom Pottensteiner Voigt zweimal mit Soldaten belegt worden waren, jedoch keine Entschädigung erhalten hatten. Sehenswert heute ist die Kapelle St. Sebastian in Wannberg.

 

Weidenhüll bei Elbersberg 

  • 40 Einwohner

  • früher Gemeinde Elbersberg

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 5 Kilometer

Der Ortsname könnte etwas mit "Wasseransammlung bei den Weiden" übersetzt werden. Über dieses Weidenhüll liegen keine historischen Nachrichten vor. Dass der Ort aber spätestens im 18. Jahrhundert existierte, geht aus einer Notiz von 1713 hervor. Es wir hier von einem Wetterschlag berichtet, der besonders in der dortigen Gegend wütete.

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