Wissenswertes über Tropfsteinhöhlen

Wussten Sie…?     Hintergrund Entstehung

  • dass es die meisten Höhlen der Welt auf dem kleinen Gebiet der Fränkischen Schweiz gibt? Es sind über 1000 Höhlen!
  • dass das Höhlen-Muttergestein etwa 150 Millionen Jahre alt, und die Teufelshöhle selbst geschätzte 100 Mio Jahre alt ist?
  • dass im Sommer meistens nur die männlichen Fledermäuse in der Teufelshöhle leben?
  • dass in der Teufelshöhle das älteste Höhlenlabor [Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V] Deutschlands untergebracht ist?
  • dass die landschaftsprägenden Felsmassive unserer Heimat entlang der Täler aus ehemals gewachsenen Schwammriffsystemen enstanden sind?
  • dass unsere Höhlen der Frankenalb vor allem durch ihre zahlreichen Knochenfunde schon vor 200 Jahren weltberühmt wurden und immer noch sind?
  • dass der eigentliche Begründer der wissenschaftlichen Höhlenforschung Frankens Pfarrer Esper (18.Jahrhundert) aus Uttenreuth bei Erlangen war?
  • dass eine exakte Bestimmung des Alters der Tropfsteine durch die Radiocarbon-Methode oder auch durch den Verfall der Uran-Atome die im Tropfstein eingelagert sind möglich ist?
  • dass es im Verbund der Jurahöhlen 5 Schauhöhlen gibt, von denen jede für sich sehr sehenswert ist?
  • dass sich beim Querschnitt eines Boden-Tropfsteines Ringe zeigen ähnlich den Jahresringen eines Baumes, es sich aber dabei um Klimaringe handelt? Tropfsteine = Klimaarchive
  • dass abtropfendes Wasser von der Höhlendecke dem Rhythmus von Ebbe und Flut folgt?
  • dass seit über 20 Jahren eine "Untertagekur" wegen der besonders reinen Atemluft in der Höhle angeboten wird?
  • dass zu Beginn des Höhlenbetriebes vor knapp 100 Jahren auch der Höhlenfango gesundheitlich genutzt wurde?

FLEDERMÄUSE - die Welt mit O h r e n  sehen!

Das Wissen über die Teufelshöhle Pottenstein wäre lückenhaft, kämen nicht die Fledermäuse zu ihrem Recht. 

Fledermäuse sind Säugetiere und soweit auch die einzigen die fliegen können. Sie wirken geheimnisvoll und sind Geschöpfe der Nacht. Diese interessanten Höhlenbewohner zählen zu den am höchsten entwickelten in diesem Lebensraum. Fledermäuse sind äußerst nützliche Tiere, da sie sich von Insekten ernähren und somit auf natürliche Weise zur Insektensbekämpfung beitragen. In der kalten Jahreszeit halten unsere Fledermäuse, etwa in der Zeit von Oktober bis April ihren Winterschlaf. Höhlen sind das ideale Winterquartier, da diese unabhängig vom Wetter frostfrei bleiben. In der Teufelshöhle gibt es einen komplett abgeschlossenen Bereich, in dem die Tiere ungestört überwintern können.   Durch klicken auf die Bilder können Sie diese vergrößern !  

Begriffe aus der Höhlenwelt

Abri: Felsdach oder auch Felsüberhang, wir fränkisch oft auch als Balmen bezeichnet

Archäologie: Vor- und Frühgeschichtliche Wissenschaft

Befahrung: Bergmännischer Ausdruck einer Höhlenbegehung

Calcit: kristaline Form des Calciumcarbonats aus dem Kalksinter gebildet wird

Carbonat: Salz der Köhlensäure

Dolomit: Harte Gesteinsart aus Calcium-Magnesium-Carbonat, für Höhlenbildung hervorragend geeignet

Erosion: Witterungsbedingte Abtragung durch Wind , Wasser und Eis

Excentrique: zum Teil querwachsende Sinterform (scheinbar nicht an Schwehrkraft orientiert)

Fazies: Sediementgesteine gleichen Alters jedoch mit unterschiedlicher Ausbildung

Höhle: natürlich entstandene Hohlräume

Höhlenbär: "Ursus spelaeus" eine ausgestorbene Bärenart der letzten Eiszeit (Würm-Kaltzeit)

Höhlenbesucher: "Homo sapiens" Interessierter Mensch der gerne Höhlen besucht :-)

Kalk: Calciumcarbonat Höhlen bildendes Gestein, Säurelöslich

Karst: Geländeform im Karbonatgestein vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung entstanden

Kluft: Riss oder auch Fuge (Trennflächen) im Gestein

Kolk: meist rundliche Vertiefung an der Höhlendecke und am Höhlenboden, entstanden durch wirbelndes Wasser

Korrosion: Prozesse de chemischen Gesteinsauflösung

Makkaroni: Von der Höhlendecke hängendes Kalkröhrchen

Paläontologie: "das seiende" Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter

Schichtfuge: horizontal verlaufende Gesteinsfuge

Schluf: Engstelle in einer Höhle

Sinter: eine mineralische Ablagerung ausgeschiedenes Calcit, Tropfsteine bildend

Speläologie: Fachbegriff für Höhlenforschung bzw. Höhlenkunde

Stalagmit: von unten nach oben wachsender Bodentropfstein

Stalaktit: von oben nach unten wachsender Tropfstein, von der Decke hängend

Stalagnat: Tropfsteinsäule die von der Höhlendecke bis zum Höhlenboden reicht

Tropfstein: Steine die als Sinter durch das Wasser entstehen

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