Kirchenbirkig

mit den Ortsteilen Kleinkirchenbirkig, Trägweis und Weidenloh

 

Kirchenbirkig  

 

  • 295 Einwohner

  • ehem. selbständige Gemeinde

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 4 Kilometer

 

Kirchenbirkig ist ein sehr alter Ort. Auf seine Entstehung spätestens im 10. Jahrhundert deutet das Vorhandensein des Würzburger Altzehnts, auch wenn das Dorf erst 1303 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Der etwa mit "Kirchdorf im Birkenwald" zu übersetzende Ortsname gibt zudem einen Hinweis auf das frühe Vorhandensein eines Gotteshauses, das jedoch ebenfalls erst sehr spät (1520) in den Quellen auftritt. Das Dorf gehörte im 14. Jahrhundert zum bambergischen Amt Tüchersfeld und im 16. Jahrhundert zum Pottensteiner Fraisch. Während des 30jährigen Krieges war der Ort wiederholt feindlichen Überfällen ausgesetzt. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts brannte das Schulhaus ab, dann vernichtete ein Großfeuer fast den ganzen Ort. Überdies forderte in jener Zeit eine grassierende Seuche zahlreiche Opfer. Der 1739 anschließende, lang andauernde, strenge kalte Winter und die Hungersnot danach kostete viele Menschenleben.

Im 19. Jahrhundert wurde der Neubau der baufällig gewordenen Kirche akut. 1851 wurde ein Baufonds eingerichten, die Glocken der Kirchenbirkiger Kirche wurden aus französischem Kanonenmetall gegossen. Aus der Kriegsbeute der Jahre 1870/71 hatte der Bayerische Staat zu diesem Zweck drei Zentner Metall zur Verfügung gestellt.

Heute zeichenet sich der Ort aus touristischer Sicht durch seine Nähe zum Golfplatz, zur Teufelshöhle, zum Kletterwald und seiner Gastwirtschaften aus.

 

Kleinkirchenbirkig

 

  • 164 Einwohner

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 5 Kilometer

  • früher Gemeinde Kirchenbirkig

 

Kleinkirchenbirkig ist einer der jüngsten Orte der Großgemeinde Pottenstein. Er entstand auf einem von der früheren Gemeinde Kirchenbirkig ausgewiesenen Baugebiet, das im Volksmund seit über 70 Jahren Kleinkirchenbirkig genannt wurde. 1978 setzten Bemühungen ein, die Ansiedlung Kleinkirchenbirkig zu einem selbständigen Ort aufzustufen. 1981 genehmigte die Regierung von Oberfranken, dem Wunsch der Stadt Pottenstein und der Bürger entsprechend, den Ortsnamen Kleinkirchenbirkig für den bis dahin unbenannten Gemeindeteil.

 

Trägweis  

 

  • 102 Einwohner

  • früher Gemeinde Kirchenbirkig

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 6 Kilometer

 

Der Ortsname ist wohl ein genitivischer Ortsname, der mit einem sprachwissenschaftlich erschlossenen Personennamen „Dragwin“ in Verbindung gebracht wird. Trägweis bedeutet etwa „Dragwins Hof“. 1323 wird Trägweis erstmals erwähnt, 1348 besaß der Bamberger Bischof in dem zum Amt Tüchersfeld gehörigen Ort das Lehenrecht über 13 Höfe. Zusammen mit Tüchersfeld kam Trägweis Ende des 15. Jahrhunderts zu Amt und Fraisch Pottenstein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der einst recht große Ort auf 6 Häuser und 1 Gemeindehirtenhaus mit 40 Einwohnern zusammengeschrumpft.

Wer einen ruhigen und erholsamen Urlaub verbringen möchte, der ist heute in Trägweis mit seinen schönen Ferienwohnungen genau richtig.

 

Weidenloh  

 

  • 126 Einwohner

  • früher Gemeinde Kirchenbirkig

  • Entfernung von Pottenstein Stadt ca. 3 Kilometer

 

Der Ortsname bedeutet soviel wie „Zum Weidenwäldchen, Weidengebüsch“. Die Ansiedlung gehört zu den sehr alten Orten. Hier ist nicht nur Würzburger Altzehnt nachgewiesen, in der Nähe befindet sich auch ein Reihengräberfeld aus ottonischer Zeit. Weidenloh ist aber erstmals unter den Austattungsgütern des Klosters Michelfeld 1119 erwähnt. 1462 wurde der Ort von den Truppen des Markrafen Albrecht Achilles niedergebrannt. Damals übte die Fraisch Pottenstein die Blutgerichtsbarkeit in Weidenloh aus. Im 18. Jahrhundert forderte eine Seuche in Kirchenbirkig und Weidenloh viele Opfer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand Weidenloh aus 1 Gemeindehirtenhaus, 2 Fronhöfen und 5 Häusern mit Stadel.

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